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NOONAN Syndrom/Rasopathien

MTA überführt Proben mit einer Pipette.
ID:

0055          Akkreditierte Untersuchung

Diagnostik: Sequenzierung und CNV: BRAF, CBL, HRAS, KRAS, LZTR1, MAP2K1, MAP2K2, MAPK1, MRAS, NF1, NRAS, PPP1CB, PTPN11, RAF1, RASA2, RIT1, RRAS, RRAS2, SHOC2, SOS1, SOS2, SPRED1, SPRED2
Material:

• 2 ml EDTA-Blut
• Mundschleimhautabstrich (minimal 3 Trockenabstrichröhrchen)
• Speichel (spezielles Abnahmesystem, bitte anfordern)
• extrahierte DNA (0,5 – 2 µg; Konzentration 50 ng/µl)
• Pränatal: 5-30 mg Chorionzotten, 8–20 ml Amnionzellen, 2 ml fetales Nabelschnurblut (EDTA)
• ca. 10 – 30 mg Abortgewebe

Analysezeit: pränatal: 3-4 Wochen, postnatal: 8 Wochen
OMIM: 163950
Formulare:

Anforderungsschein Humangenetik

Rasopathie ist ein Überbegriff für hereditäre Erkrankungen, die durch Veränderungen von Genen des Ras/Raf/MAPK-Signalwegs verursacht werden. Das Noonan Syndrom ist gekennzeichnet durch Herzfehlbildungen, Ohrdysplasien, einen kurzen Hals (Flügelhals, tiefer Haaransatz), Minderwuchs, Kryptorchismus, Sternumdeformation, Wachstumsstörungen und Gerinnungsstörungen; die Prävalenz wird auf 1:100 bis 1:2500 bei Neugeborenen geschätzt.

Etwa 90 bis 95% der klinischen Noonan- bzw. Rasopathieverdachtsfälle sind assoziiert mit pathogenen Varianten in Genen der Ras/Raf/MAPKSignaltransduktion. Bei ca. 50% der Patienten mit Noonan-Syndrom liegen pathogene Varianten im PTPN11-Gen auf Chromosom 12 vor, die zu einer konstitutiven Tyrosin-Phosphatase-Aktivierung führen. Seltener lassen sich pathogene Varianten bei V.a. NOONAN Syndrom/Rasopathien in weiteren Genen nachweisen (z.B. SOS1 (ca. 10% der Patienten)RAF1 RIT1KRAS), die für andere Proteine der RAS/MAPK Signaltransduktionskaskade kodieren.

Indikation:

  • klinischer Verdacht auf Noonan-Syndrom/Rasopathie
  • erweiterte fetale Nackentransparenz, bzw. fetales Hygrom

Weitere Analysen: