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Cystische Fibrose · Mukoviszidose (CFTR)

MTA überführt Proben mit einer Pipette.
ID:

0033          Akkreditierte Untersuchung

Diagnostik: Sequenzierung und CNV: CFTR, inklusive der häufigsten pathogenen Varianten
Material:

2 ml EDTA-Blut

Analysezeit: 3-4 Wochen
OMIM: 219700
Formulare:

Anforderungsschein Humangenetik

Die Cystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine genetisch bedingte Störung der Funktion eines Chloridionen-Kanals auf Epithelzellen und stellt eine der häufigsten Erkrankungen mit autosomal rezessiver Vererbung dar (1:2000).

Die Genfrequenz liegt in Westeuropa bei ca. 1:22 (5 %). Durch pathogene Varianten im CFTR-Gen auf Chromosom 7 kommt es zur gestörten Funktion v. a. der submukösen Drüsen der Lungenalveolen, der Gallengänge, des Pankreas und Darmes. Im CFTR-Gen sind bislang über 1000 pathogene Varianten bekannt. Verschiedene Schweregrade, auch als isolierte chronische Pankreatitis bzw. isolierte männliche Infertilität durch (Verschluss)-Azoospermie sind beschrieben. Die in Nordwesteuropa am häufigsten (60-70 %) vorkommende pathogene Variante ist eine Deletion von 3 Basenpaaren im Exon 10 des Gens (F508del).

Indikation:

  • Verschluss-Azoospermie oder Oligospermie
  • klinischer Verdacht auf Cystische Fibrose
  • Vorkommen einer Cystischen Fibrose in der Familie
  • chronische Pankreatitis
  • pränatal: hyperechogener Darm des Feten

Weitere Analysen: